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Wissenswertes, bevor man raus geht und losfährt.


Viele sagen, dass die Spanier nicht Auto fahren können, aber das ist nur weil man ihre Art und Weise, wie sie Auto fahren, nicht versteht. Die folgenden Zeilen sollen dazu beitragen, diese Art und Weise ein bisschen besser zu verstehen und es somit für Sie und Ihre Familie im spanischen Verkehr ein bisschen einfacher zu machen.


Der Reißverschluss, wie man das in Mittel- und Nordeuropa kennt, wenn man z. B. auf die Autobahn einfährt, kennt man hier nicht. Das ist nicht, weil der nachfolgende Fahrer dumm ist, dass er /sie nicht ausweicht, sodass man weiter kommen könnte. Wenn man auf die Autobahn muss und die Einfahrtslücke nicht genug groß ist, ja so muss man bremsen und warten, bis die rechte Spur frei ist, sodass man auf die Autobahn kommen kann.


Linksabbiegen ist nur an ganz wenigen Orten gestattet und die Orte, an denen man das darf, lassen keinen Zweifel offen, ob man es darf oder nicht, denn es stehen große Schilder dort. An allen anderen Orten muss man bis zum nächsten Kreisverkehrsplatz fahren, den Kreisel umrunden und wieder zurück fahren, sodass man dann am gewünschten Ort rechts abbiegen kann.
Aus demselben Grund findet man z. B. in Playa del Ingles unnormale Vorfahrten. Plötzlich steht man vor einem Stoppschild, selbst wenn man weiter hin geradeaus fahren muss und immer noch auf derselben Hauptstraße ist, aber das ist für die Autofahrer gedacht, die von einer Nebenstraße her nach links kommen, ohne dass sie damit etwas Verkehrtes machen. Nun gibt es dann Einzelne, die sagen, dass ein einziges Mal Linksabbiegen keiner bemerkt, dann sollte man an das Portemonnaie denken, was aber nicht das schlimmste wäre: Da Spanier nicht erwarten, dass plötzlich ein Auto mitten auf der Straße hält, um dann nach links abzubiegen, erwarten sie eine freie Bahn, sodass man ziemlich sicher sein kann, von hinten angefahren zu werden, und das kann ganz schlimme Folgen haben. Somit ist es besser, weiter zu fahren und mit heiler Haut durch den Resturlaub zu kommen.


Autokolonnen sind ein Teil des Alltags auf Gran Canaria und es sieht so aus, als ob man damit leben müsste. Wie bereits unter Linksabbiegen beschrieben, so gilt das auch in einer Autokolonne, und es ist ein großes Risiko, dass jemand einem hinten rein fährt. Wenn man an eine Kolonne heranfährt, so muss man den linken Blinker stellen, so weiss der nachfolgende Autofahrer, dass hier etwas gar nicht stimmt (da es ja niemand gibt, der nach links abbiegen will), so fahren sie dann langsamer. Wenn man dann nicht mehr der Letzte der Kolonne ist, kann man den Blinker wieder zurückstellen und der nachfolgende übernimmt usw. usw. usw..

parkering 1
Fußgänger sind hier auf Gran Canaria geschützt. Kommt man – als Autofahrer an einen Fußgängerstreifen, an dem ein Fußgänger steht, muss man anhalten, d. h., wenn man sich dem Fußgänger nähert, verlangsamt man das Tempo, stellt den Blinker links, um damit dem Fußgänger zu signalisieren, dass man anhalten wird, und gleichzeitig weist man das nachfolgende Auto darauf hin, dass man langsamer wird oder ganz stoppt. Ganz einfach – und effektiv.


Auto fahren unter Alkoholeinfluss ist eine ernste Sache, auch auf Gran Canaria, besonders wenn man Tourist ist. Die Promillegrenze ist auf Gran Canaria bei 0,25 %, unser Rat ist jedoch, es ganz sein zu lassen. Eine Taxifahrt ist hier so günstig, und die müssen ja auch von was leben. Fährt man trotzdem mit einer kleinen Alkoholfahne und hat man das Glück erwischt zu werden – bevor es schief geht, kann man locker dem letzten Feriengeld Ade winken und sogar mehr als nur dem. Hat man Pech und schadet andern oder sich selbst, ist das natürlich viel schlimmer. Viele Unfälle hier auf Gran Canaria haben einen tödlichen Ausgang, denken Sie an die harte Bergwand oder den Abgrund und beides ist gleich gefährlich. Und denken Sie daran, immer kaltes Wasser auf die Tour mitzunehmen.
Gute und sichere Tour!


Parkieren kann hier zu einer Herausforderung werden, und wenn man dann endlich einen freien Parkplatz findet, ist in der Regel der Randstein gelb angemalt. Man hat nun in den meisten Städten eine Parkgebühr eingeführt: Weiße Parkplätze kosten nichts, diese sind meist in Wohngebieten zu finden, blaue Parkplätze kosten Geld und das Ticket kann am nächstliegenden Automaten gelöst werden oder es steht eine Wache in der Nähe, die dann kommt und die kleine Parkgebühr einzieht. Hält man bei einem gelben Parkplatz (wo der Platz immer frei ist) und die falschen realisieren das, so wird das Auto abgeschleppt und auf einen speziellen, abgeschlossenen Platz gestellt, bei dem man bezahlen muss, um das Auto wieder zu bekommen. Wartet man einige Tage ab, so muss man bedenken, dass eine Gebühr pro Tag verrechnet wird und für das Aufbewahren noch zusätzlich. Einige werden nun sagen, dass das ja egal ist, da es nur ein Mietauto ist und dass sie ja am nächsten Tag sowieso heimreisen, aber die Rechnung wird an die Heimadresse geschickt und die Zusammenarbeit funktioniert unglaublich gut und es wird auf keinen Fall billiger auf diesem kleinen Umweg. Unser Rat ist, das Auto bei den weißen Marken zu parkieren oder bei den blauen Marken parkieren und die Gebühr zu bezahlen.
Fährt man nach Las Palmas, so ist es das einfachste, das Auto in eines der vielen Parkhäuser zu stellen und das Ticket zu lösen, das man dann immer bei sich trägt und wenn man dann zum Auto zurückgehen will, findet man immer zurück, evtl. mit Hilfe eines Taxis, da auf dem Ticket der Name des Parkhauses steht.Parkering 2

Das Tempolimit ist hier, wie in Ihrem Heimatland dazu da, um eingehalten zu werden. Es gibt auch hier- wie in Ihrem Heimatland, viele, die trotzdem zu schnell fahren. Auf Gran Canaria gibt es oft Geschwindigkeitskontrollen, mit Radar, am Straßenrand und auch mit festmontierten Radar auf Autos und Motorräder. Es kostet viel Geld, wenn man zu schnell fährt, Mindesttaxe ist 90 € und wird dann schnell mehr. Es ist mit den Tempobußen wie mit allen andern Bußen, sie müssen gleich an Ort und Stelle bar bezahlt werden. Hat man kein Geld, so wird man ganz einfach mitgenommen. Wenn es dann wirklich so weit ist, finden die meisten doch noch etwas Geld.

Mopedfahrten.
Möchte man mal raus und sich ein bisschen umsehen und gleichzeitig die Sonne und Wärme genießen, so ist es eine gute Idee, ein Moped zu mieten, aber schauen Sie genau hin. Wenn das Nummernschild gelb ist, so ist es ein 50 cc, das mit dem normalen Autofahrausweis gefahren werden darf und es darf noch eine Person auf dem Moped mitfahren. Diese Mopeds fahren 50 km/h, so ist man auf den Straßen, die Gran Canaria bietet, genug schnell. In einzelnen Städten – z. B. in Puerto Rico, ist es verboten, mit diesen Mopeds zwischen 23 Uhr und 6 Uhr zu fahren. In anderen Städten gelten andere Regeln, aber Sie können die fragen, die Ihnen das Moped vermieten oder einen der vielen Polizeibeamten, die man überall antrifft. Denken Sie daran, dass man mit diesen Mopeds nicht auf die Autobahn darf!

Man kann auch ein ähnliches Fahrzeug mieten, jedoch 125 cc, und diese Maschinen können bis 100 km/h fahren. Diese erkennt man an den weißen Nummernschildern und können ebenfalls mit dem allgemeinen Autofahrausweis gefahren werden und man darf mit denen auch auf der Autobahn fahren.
Für beide Kategorien gilt Sturzhelmpflicht und die grüne, reflektierende Weste.
Fahren Sie vorsichtig!


Die lokalen Busse.
Gran Canaria hat ein gut funktionierendes Busnetz. Das Einzige, was nicht funktioniert, ist das mit den Zeiten, aber wie man so schön sagt; ”der nächste Bus kommt bald” – wo ist denn da das Problem? Die ersten Busse fahren um 6 Uhr und der letzte fährt um 3 Uhr nach Hause, so wird es sicher einen geben, der in Ihre Planung passt.
Die Fahrpläne hängen an den meisten Busstationen, es ist also nicht zu übersehen, wann der nächste Bus kommt, aber welche Busnummer an den Ort fährt, an den man gerne möchte, das das ist nicht ersichtlich.

2018 Offentlig bus 01


Es gibt den Ausdruck „Ins Blaue fahren” und ist man mutig genug für so was, so nehmen Sie einen der ersten Busse, fahren Sie mit ihm bis zur Endstation, wechseln Sie dann in einen andern Bus und fahren Sie immer so fort. Auf diese Weise bekommen Sie viel zu sehen und man kommt ja nicht mehr so leicht dahin, und das sollte man ausnutzen und genießen.

Sie finden Streckennetz und Fahrplan für die ganze Insel hier.


P. S. Man darf nicht mit nacktem Oberkörper im Bus sitzen, auch die Herren nicht.
Gute Fahrt – und denken Sie ans Wasser mitnehmen!

Taxifahrten.
Die Taxis gehören den einzelnen Kommunen und dürfen keine Kunden in eine andere Kommune fahren, nur in die, von der sie selbst kommen. Man sieht an der Dachfarbe an, wo sie herkommen; die roten sind von Playa del Ingles, und die grünen von Puerto Rico und Mogan. Wenn das grüne Licht auf dem Dach brennt, so sind sie frei.
Wenn man ein Taxi bestellt, dürfen diese sogleich den Taxameter starten, wo sie sich auch gerade befinden, und das bedeutet, dass es gut sein kann, dass wenn man sich dann rein setzt, die ”Uhr” 2,30 € anzeigt. So sind die Regeln hier. Und der Chauffeur ist kein Bandit deswegen. Ok, Banditen findet man natürlich auch hier, und es geschieht häufig, dass sie ”vergessen“ haben, die Anzeige der letzten Fahrt zu löschen, sodass man einfach mit dem Betrag des vorherigen Kunden weiterfährt, obwohl dieser bezahlt hat. Mein Rat ist, dass wenn Sie ein Taxi ”ran gewunken” haben, Sie die ”Uhr” kontrollieren und sich die Nummer, die auf der Türe steht, merken (z. B. LM 32), so kann man den Wagen jederzeit wieder finden, mit dem man gefahren ist, besonders wenn man seine Kamera oder sein Handy im Taxi verloren hat.

Rundkørsel 1
Es gibt eine Menge sogenannte ”Piraten-Taxis” auf Gran Canaria. Diese Piraten sind private Menschen, die sich ein extra Taschengeld verdienen, indem sie zum und vom Flughafen fahren.
Das ist nicht erlaubt und je mehr es von denen gibt, desto weniger hat er für die anderen, erlaubten Taxis. Es ist nicht populär und auch nicht ungefährlich, da das Blut hier in der Wärme schnell hochkocht, wenn man in so einem Taxi am Flughafen ankommt.

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